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Visions Of Atlantis - Trinity |
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Von Milan Knezevic
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Tuesday, 19 June 2007 |
Esoterik im Metal muss nicht wehtun. Auch wenn eine versunkene Welt Namensgeber der österreichischen Musiker mit amerikanischer Sopranistin ist, klingt der Sound quicklebendig.
Der Ingenör hat´s schwör, weiß Daniel Düsentrieb und erfindet gleich wieder etwas Braauchbares. Aber nicht nur ein Ingenieur, sondern auch eine Band wie Visions Of Atlantis, denen gleich drei Musiker abhanden gekommen sind. Macht allerdings nichts, denn die Neuzugänge egalisieren den ganzen Schlamassel. Herausgekommen ist eine CD, zu der eines gleich vorweg gesagt werden muss: leider (ja, leider) haben Visions Of Atlantis auf einen eingängigen, beinah poppigen Track verzichtet, wie es "Lost" auf ihrem letzten Album "Cast Away" gewesen ist. Statt sich in eingängigen Refrains zu verbeißen gehen die Jungs mit ihrer neuen Sängerin Melissa Ferlaak, welche Nicole Bogner ersetzt, einen Schritt weiter und versuchen auf "Trinity" besonders orchestral zu wirken - und lassen dabei trotzdem die Gitarre die erste Geige sein. So rockt es durchaus, auch wenn einige Songs nicht mehr ihre Reize entfalten, wie es auf dem Vorgänger-Album der Fall gewesen ist. Immerhin heben sich Stücke wie "My Darkside Home" oder der Schlusstrack "Seven Seas" aus dem doch eher eintönigen Einheitsbrei heraus, der zwar versiert zusammengekocht wurde, aber letztlich einfach keinen Geschmack entfalten will. Trotz allem: Fans von Metal-Combos mit Opernsängerinnen (oder solchen, die glauben es zu sein) sollten auf jeden Fall reinhören. Denn vom Niveau her sind Visions Of Atlantis eine der besten Bands, die Österreich derzeit zu bieten hat.
Visions Of Atlantis - Trinity |