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Die Alben des Jahres der Ecorder Redaktion: Platz 1 bis 5 PDF Drucken E-Mail
Von Franz Keiblinger und Ernst Susicky   
Thursday, 08 January 2009
Santogold ist wirklich Gold wertComeback einer Trip Hop Legende oder die neue Crossover Queen? Wer die Wahl hat, hat die Qual! Aber auch 2008 brachte wieder einige musikalische Juwelen zum Vorschein. Hier die Schönsten!


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Santogold - Santogold
lizard king records

Mit Hilfe der Produzenten Diplo, Spank Rock, Switch und anderen grast Santi White, die bereits für Lily Allen und Ashlee Simpson Songs geschrieben hat, auf ihrem selbstbetitelten Debüt "Santogold" das weite Feld von Punk über New Wave, R'n'B, Electro, Hip Hop bis hin zu Dancehall und Dub ab. Es ist wohl dem ausgezeichneten Songwriting zu verdanken, dass man ihr jeden einzelnen Song des Albums abnimmt. Kein anderes Album hatte heuer so viele verschiedene Stile und gleichzeitig so viele Hits zu bieten ohne dabei wie ein von findigen Musikgeiern entworfenes Pop-Produkt zu wirken. (ES)

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Portishead – Third
island / universal

Zehn Jahre waren sie weg. Kein Material unter dem Banner Portishead. Das klingt noch länger, wenn man bedenkt, dass es sie vorher gar nicht so lange gab. Portishead sind nun nicht mehr Trip Hop, aber ganz klar noch sie selbst. Nichts klingt dieser Tage so wie sie. Die Single "Machine Gun" legte die falsche Fährte: "Third" ist nicht dieser brutale Klumpen, den man daraufhin erwartet hatte. "Third" ist viel mehr und wahrscheinlich ihr wahres Meisterwerk. Dieses Anti-Hit-Feuerwerk hat Strahlkraft für die nächsten zehn Jahre, was sich nun sicher niemand mehr wünscht. (FK)

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Deichkind – Arbeit Nervt
vertigo ve / universal


Der Spaß mit Deichkind ist ein dreckiger, hinterlistiger, vielleicht sogar gefährlicher und - auf alle Fälle - aufregender Spaß. Als man "Remmidemmi" eh schon nicht mehr hören konnte, kamen sogar die Linkin Park Fans auf den Geschmack. "Arbeit nervt" ist das grandiose Update, das bitter nötig wurde. Mittlerweile kommen bei einer Silvesterparty Indie Rocker, Technofritzen und Normalos (alle natürlich noch mal unterteilt in Dinkel und Kapitalos) zusammen, und noch bevor das neue Jahr richtig begonnen hat, sieht sich der Veranstalter aufgrund von Schlägereien und Vandalakten gezwungen die Polizei zu verständigen. Völkerverständigung einmal anders ... (FK)

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Grace Jones - Hurricane
wall of so


Die alte Provokateurin Grace Jones hat heuer wohl die eindruckvollste Demonstration in Sachen "in Würde Altern" vorgelegt. Den meisten jüngeren Musikfans höchstens durch den DJ Hell-Remix ihres Hits "I've Seen That Face Before" und ihren eher peinlichen Auftritt in der Falco-Biographie "Verdammt wir leben noch" bekannt, den älteren noch als Nebendarstellerin in "Boomerrang" oder als Bond-Gegenspielerin Mayday im Gedächtnis, hat Jones 2008 ihr erstes Album seit fast 20 Jahren vorgelegt und damit allen gezeigt, dass auch eine 60-jährige ein Album zwischen Reggae, New Wave und ausgezeichnetem Pop vorlegen kann, ohne dabei altbacken oder sich dem Zeitgeist anbiedernd zu wirken. (ES)

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TV On The Radio - Dear Science
4ad / beggar


Von nicht wenigen Kritikern sind TV On The Radio auch heuer als die großen Erneuerer des Rock gehandelt worden. Daher war "Dear Science" eines der am meist erwarteten Werke des Jahres und es hat nicht enttäuscht. Die Musiker um Gitarrist und Produzent David Sitek lassen auch auf ihrem vierten Werk komplexe Melodien auf knisternde Beats und soulige Stimmen treffen. Zudem wächst das Album bei jedem mal hören weiter, weil es das hat, was so vielen Alben fehlt - es groovt von der ersten bis zur letzten Minute als gäbe es kein Morgen. (ES)
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