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Von Franz Keiblinger
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Thursday, 28 January 2010 |
Mark Oliver Everett besser bekannt als E singt den Blues. Dank YouTube kann man seine Melancholie auch verstehen.
 Man legt das neue, bereits achte Album der Eels ein, hört es fünfmal hintereinander - Und nichts passiert, nichts bleibt hängen. Man dreht lauter und nun erschließen sich zumindest die "Rock-"Songs von "End Times". Das sind im Grunde aber nur drei: "Paradise Blues", "Unhinged" und der Hit der Platte "Gone Man". Die restlichen Songs sind mit gelegentlicher Hintermalung von Bläsern und einer Mundharmoniker, auf E's Gitarre und seinen Gesang reduziert. “End Times" ist ein Album über Trennung und Einsamkeit, also nicht unbedingt die einfachsten Themen. In "Nowadays" singt E "The Truth is something no one really wants to hear you sing." Das berührt fast noch mehr als die Videos zum Album: Im Titeltrack stolpert sein Zeichentrick-Alterego durch die Nacht, im schwarz-weiß gehaltenen "In My Younger Days" nimmt er seinen Hund im Pick-Up mit zum Futterkaufen und in "Little Bird" sitzt er einfach nur auf seiner Terrasse und spielt allein auf seiner Gitarre. Album und Videos sind gleichermaßen großes Independent Kino. "End Times" ist ein meist stilles, trauriges Album, das der Hörer bei sich ankommen lassen muss.
Eels - End Time
BEWERTUNG: 4 von 5 kooperative music / universal (USA / 22.01.2010) Myspace |