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Von Franz Keiblinger
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Tuesday, 02 February 2010 |
Die Pioniere des Industrial-Metal sind fast wieder in alter Form. In alter wohlgemerkt, denn Neues sucht man lieber woanders.
 Die Geschichte von Fear Factory ist an (selbstverschuldeter) Tragik kaum zu überbieten. Es ist zwar grundsätzlich eine Geschichte mit Erfolgen (zum Beispiel Gold für "Obsolete" in den Vereinigten Staaten). Diese Erfolge waren den Bandmitgliedern aber zu wenig. Gründe dafür waren ein anscheinend sehr mieser Vertrag mit Roadrunner, vielleicht auch Neid auf ihre erfolgreich(er)en Buddies von Deftones und Cypress Hill, und definitiv interne Streitigkeiten, die sie bis zum Ausstieg von Gitarristen Dino Cazares aber eigentlich gut verbergen konnten. Cazares ist jetzt nach fast zehn Jahren wieder zurück. Er und Sänger Burton C. Bell haben den Rechtsstreit um die Namensrechte vorerst für sich entschieden. Die Opposition in Form der Rhythmusfraktion ist dafür komplett ausgetauscht. Stilistisch kehren sie auf "Mechanize" – da wären wir endlich bei der Musik - zu ihrem wohl besten Album "Demanufacture" zurück – Sicher einer der Klassiker des Industrial Metals, aber eben doch schon 15 Jahre alt. Durch die Boxen wird eine unglaubliche Power voller Hass gejagt, immer wieder aufgelockert durch Bells Gesang/Geschrei-Mischung und Keyboardspielerein – Beides ebenso altbekannt wie das atmosphärische Ende des Albums. Die stilistischen Wirrungen und Irrungen des letzten Jahrzehnts sind zwar überwunden, aber dem Hauptkritikpunkt – nämlich dass Fear Factory seit Jahren nichts mehr Neues einfällt – können sie so kaum etwas entgegensetzen.
Fear Factory - Mechanize
BEWERTUNG: 3 von 5 oxidizer / soulfood
(USA / 05.02.2010) Myspace |