
Die ersten 20 Sekunden von "Blackjazz" fühlen sich bereits so an, als wenn man auf der Start-/Landebahn von einem startenden Flugzeug erfasst wird und der Erdanziehung "Auf Wiedersehen" sagen muss. Und auch wenn man in der letzten Stunde noch das aktuelle Album von
Fear Factory gehört hat, muss man zugeben: "Schon länger nicht so etwas Brachiales gehört." Zwar denkt man bei den Pressefotos an neue Slipknot oder so, aber mit Metal haben Shining eigentlich eher wenig zu tun. Wobei "neu" sowieso wäre falsch: "Blackjazz" ist bereits ihr fünftes Album. Angefangen bei den in den 60er-Jahren missverstandenen The Monks, über
Melvins, Atari Teenage Riot, Fantômas, Refused bis hin zu
The Dillinger Escape Plan kommt einem so einiges in den Sinn – Nur verstärkt um eine gefährliche hohe Dosis Steroide und Aufputschmittel. Da passt es auch gut ins abstruse Bild, dass „Blackjazz“ laut Pressetext zwischen Venoms "Black Metal" und Ornette Coleman's "The Shape Of Jazz To Come" eingeordnet werden sollte.
Wer Finsternis, verstörenden Gesang, Songgebilde mit Überlänge und unzählbar vielen Ideen gut findet … na ja ihr wisst schon … eines der Alben des Jahres halt.
Shining - Blackjazz
BEWERTUNG: 4,5 von 5
indie records / soulfood
(NOR / 29.01.2010)
Myspace