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Dust Covered Carpet - A Cloud, Pushed & Squeezed |
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Von Franz Keiblinger
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Friday, 05 February 2010 |
Zwischen Euphorie und Niedergeschlagenheit: Manische Indie-Musik von einem jungen Wiener Kollektiv.
 Irgendwo in der Mitte des Pressezettels wird kurz eine Parallele zwischen Arcade Fire und Dust Covered Carpet angedeutet. Vergleichbar sind zum Beispiel die vielen, vielen Instrumente die eingesetzt werden, aber auch die mehrstimmigen Chöre. Bei den KanadierInnen ist es allerdings auch so, dass der Schlagzeuger zum Beispiel einen eingängigen Beat ein ganzes Lied über spielen darf und die Songstrukturen auch weniger verschlüsselt an der Oberfläche, also beim Hörer ankommen dürfen. Beim Songwrting bzw. noch viel mehr bei den Arrangements von Volker Buchgraber wirkt es so, als möchte er es sich, der Band und schlussendlich dem Publikum nicht zu einfach machen. Bestes Beispiel dafür ist das über sechs Minuten lange "The Writer's Pen", ein Song der sich wirklich über die volle Spielzeit nicht zwischen laut und leise, oder zumindest eine Richtung entscheiden kann. Was Dust Covered Carpet rettet, ist die Leidenschaft mit der sich das Quintett in ihre Indie-Folk-Entwürfe wirft. Der textliche Inhalt lässt vermuten, dass hier etliche private Probleme aufgearbeitet wurden, deren Bewältigung aber doch nicht so einfach ist – Zum Beispiel würde Alleinsein einiges einfacher machen, nur ist man dann auch einsam … . Und so heult, schreit und spielt sich die Band eben durch Album Nummer zwei (mit schönem Cover übrigens). Es ist ein durchaus nervenaufreibendes Album für die ungeschönten und ungestylten Momente im Leben geworden. Wer nicht gleich die "volle" Distanz gehen möchte, kann zunächst auch die Split-EP mit Liger anchecken.
Dust Covered Carpet - A Cloud, Pushed & Squeezed
BEWERTUNG: 3 von 5 beatismurder (AUT / 05.02.2010) Myspace |