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Hot Chip - One Life Stand PDF Drucken E-Mail
Von Ernst Susicky   
Friday, 05 February 2010
Kopf ab. Zwei Jahre nach "Made In The Dark" liefern die Vorzeigenerds um Alexis Taylor ihr bisher poppigstes Werk ab.



Image Weniger wild, teilweise noch eingängigere Melodien und weit weiniger Krach als noch auf den Vorgängerwerken. Wer jetzt allerdings Angst bekommt, zu Hot Chip könne man nicht mehr tanzen, kann beruhigt sein. Schon der Opener, "Thieves In The Night" und auch die Single und Titeltrack des Albums, "One Life Stand", zieht eindeutig auf die Tanzfläche - spätestens in einem der Remixe. Was sich geändert hat: Früher konnte man sich oft des Gefühls nicht erwehren, man habe die Band gerade bei einer Bastelarbeit überrascht. Die scheinbare Unbeholfenheit, die so manchen Track in der Vergangenheit so charmant gemacht hat, ist verschwunden. Noise-Attacken, wie beispielsweise bei "Shake A Fist" vom Vorgängeralbum, sind auf "One Life Stand" nicht mehr drinnen. Dafür scheint hier Eines zum Anderen zu führen und insgesamt hat man ein geschlossenes, eingängiges und trotzdem niemals fades Werk vor sich. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. So schreit einem der Eurodance-Stampfer „I Feel Better“ förmlich "Fluch der Karibik" ins Ohr, bei genauerem Hinhören empfängt man dann allerdings auch die Botschaft: geht es doch darum, den Zustand zu akzeptieren, dass zwar alles Nichts ist, aber dieses Nichts immerhin uns gehört.

Und das möglicherweise mitten in der Großraumdisco.



ImageHot Chip - One Life Stand
BEWERTUNG: 4 von 5 
parlophone / emi
(UK / 05.02.2010) 
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