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Ken - Yes We PDF Drucken E-Mail
Von Franz Keiblinger   
Wednesday, 24 February 2010
Er lächelt ja doch.Von der Neben- zur Hauptbeschäftigung: Ex-Blackmail-Sänger Aydo Abay und Freunde mit einem weiterem guten Album.



ImageIrgendwie hat es zum wirklichen Durchbruch für Blackmail trotz vieler Hits – "Same Sane", "It Could Be Yours", "Moon Pigs", "Foe" etc. - nie gereicht. Zu speziell war stets ihre Mischung aus Alternative-, Noise- und Desert-Rock. Und das obwohl ein Mega-Act wie Placebo musikalisch (und nicht nur stimmlich) eigentlich in nicht allzu weiter Ferne war bzw. ist. Denn während die anderen trotzdem noch ihre Zukunft in Blackmail sehen, widmet sich ihr ehemaliger Frontmann Aydo Abay nun wieder seinem Zwischendurch-Projekt Ken. "Yes We2 ist aber auch nicht wirklich eine Abkehr vom Sound seiner Band. Okay, Ken rocken weniger deftig und sind klanglich experimenteller. Mit "Get A Life" und "Reminder D" gibt es auch wieder Hits, die FM4 wohl kaum ignorieren wird können. Aber trotz spürbaren Pop-Appell fehlt der Musik das Fünkchen zur Übergröße, Momente wie sie Muse gerne im Überschuss produzieren. Derweil macht die Aufmachung des Albums, die nonchalant zwischen Emo-Männchen, Electro-Neonfarben und Obama-Zitat zitiert, durchaus was her. Auf einer zweiten CD werden die Songs von Electronic-Tüftlern dekonstruiert.

Bleibt eine weitere gute, solide Platte aus dem (ehemaligen) Koblenzer Kosmos. Einmal schauen wie sie im Vergleich zu neuen Alben von Scumbucket und natürlich Blackmail abschneiden wird.



ImageKen – Yes We
BEWERTUNG: 4 von 5
strange wa / indigo
(GER / 26.02.2010) 
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