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Von Franz Keiblinger
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Donnerstag, 04 März 2010 |
Alternative Rock aus den 90ern trifft auf Hard Rock aus den 70ern, und klingt dabei gar nicht angestaubt.
 Sänger Toschie hat zwar einen eigenartigen Namen, dafür ein umso besseres Gefühl für Gesangsmelodien. Es ist wohl vor allem sein Verdienst, dass die Songs auf ihrem neuen, selbstbetitelten Album niemals bzw. nur selten langweilig werden. Und die Gefahr ist bei Bands die hundertmal gehörte Metallica- und Black Sabbath-Riffs inflationär oft einsetzen, ja durchaus gegeben. Am ehesten könnte man Audrey Horne als " Mastodon-Light" bezeichnen. Aber auch Vergleiche mit Deftones, Tool und Faith No More sind vor allem was Groove, Songstruktur und den Einsatz von Orgeln anbelangt, sicher nicht ganz falsch. Zwiespältig wird die Melange der Norweger nur, wenn sie es mit dem Phatos übertreiben – allen voran bei "Sail Away" und dem Abschlusssong „Godspeed“. Auf der Habenseite stehen allerdings großartig mitreißende Songs wie "Circus" und "Blaze Of Ashes". Weiters liegt der Band eindeutig die unverkrampfte Variabilität bei der Songlänge. Alles in allem stellen die elf Songs das wohl beste Heavy Rock-Album seit dem Comeback von Alice in Chains dar. Und Platz im Plattenregal dürfte auch nicht das Problem sein: bei Tool, Deftones und Co. dauert es ja gerne etwas länger mit neuen Alben …
Audrey Horne – s/t
BEWERTUNG: 4 von 5 indie recordings / soulfood (NOR / 26.022010) Myspace |