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First Fatal Kiss - Danke Gut PDF Drucken E-Mail
Von Franz Keiblinger   
Wednesday, 05 May 2010
ImageGroßartig! New Rave ist in Österreich angekommen. Aber das ist nicht einmal die Hälfte der Wahrheit.



Image New Rave – ein Paradoxon. Man könnte folgende Hypothese aufstellen: während Bands aus dem diesem Genre-Irgendwas, die sich aus Männern zusammensetzen (Klaxons, Shitdisco, Death From Above 1979) an der Zackig- und Spritzigkeit der Talking Heads orientieren zu scheinen, geben sich Bands mit Frauenbeteiligung (CSS, New Young Pony Club) anscheinend gern der Trägheit der Happy Mondays und Stone Roses hin. Auch bei dem Wahl-Wienerinnen-Trio First Fatal Kiss raubt einem dieses Rhythmusgeflecht, das (nur scheinbar) nicht in die Gänge kommt, fast den letzten Nerv. Vom teilweise sehr schiefen Gesang und dieser verrückt machenden Orgel gar nicht erst zu sprechen. Aber "Danke Gut" ist trotzdem, oder gerade deswegen ein sehr gutes, wenn nicht sogar großartiges Album mit Witz und hypnotisierender Eingängigkeit. Achtung Suchtgefahr! Fast fühlt man sich so, wie damals, als man gerade das erste Album der Queens Of The Stongeage entdeckt hatte, und man die CD einfach nicht mehr aus Player nehmen wollte bzw. konnte. Die Pointe an der Geschichte: First Fatal Kiss gibt es seit 2002, und ob sie sich in die New Rave-Ecke stellen lassen würden, ist eher fraglich. CSS und New Young Pony Club lassen sie aber locker hinter sich.

Bleibt nur mehr eines zu schreiben, nämlich das, was an dieser Stellen in den vergangen vier Jahren jeweils über Killed By 9V Batteries, Gretchenfrage, die Eternias und The Striggles gestanden ist: Hier liegt vermutlich das (österreichische) Indie-Ablum des Jahres vor.



ImageFirst Fatal Kiss – Danke Gut
BEWERTUNG: 4,5 von 5
zach
(AUT / 2010) 
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