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Bonaparte - My Horse Likes You PDF Drucken E-Mail
Von Franz Keiblinger   
Tuesday, 06 July 2010
ImageÜberschätzt als Live-Band, Unterschätzt auf Platte: Das Berliner Kollektiv überzeugt. Zumindest bis zur Hälfte.



ImageDie Gruppe um den Schweizer Tobias Jundt steht für den Zeitgeist. Hier trifft Humor auf gesellschaftliches Anliegen und Indie Rock auf Electro Pop. Und natürlich ist der internationale Haufen in Berlin beheimatet. Live ist man in den vergangen zwei Jahren seit ihrem Debüt inkl. den Hits "Anti Anti" und "Too Much" auch kaum an Bonaparte vorbeigekommen. Doch gerade live läuft die Mischung aus vielen Bandmitgliedern und noch viel mehr Text auch etwas aus dem Ruder. Außerdem fehlen bei Konzerten die elektronischen Beats, die auch "My Horse Likes You" wieder deutlich auffetten. Nach der "Ouverture" startet das neue Album auch ziemlich furios: Der Titeltrack und die Single "Computer In Love" gehen verdammt gut ins Ohr bzw. sind eigentlich schon im Hörer drinnen, so eingängig sind sie. Bis zur Mitte schaukelt sich das Album weiter auf. Bei "Fly A Plane Into Me" möchte man auch im Wohnzimmer gleich aufspringen, mitsingen und tanzen. Wenn man im Anschluss vom nächsten, ausgerechnet "Rave Rave Rave" betitelten Track zum Charleston verführt wird, glaubt man sogar hier ein Meisterwerk in den Händen zu halten. Aber just da fällt das Album in der zweiten Hälfte ab.

Aber so mancher meint ja, dass zum Beispiel auch das Debüt von Franz Ferdinand nur zur Hälfte perfekt war. Dann sind die Aussichten für die Berliner eigentlich wieder ganz gut.


 
ImageBonaparte – My Horse Likes You
BEWERTUNG: 4 von 5
staatsakt / rough trade
(SUI / 04.06.2010) 
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