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Von Franz Keiblinger
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Friday, 16 July 2010 |
Krawall und Remmidemmi für den Dance-Floor: Nicht unbedingt neu, aber in diesem Fall sehr konsequent umgesetzt.
 Ist House zur reinen Kraftmeierei verkommen? Die EP "Prevenge", die je nach Ansicht auch als Album durchgehen könnte, des Finnen Aku Raski alias Huoratron lässt dies zumindest vermuten. Die Beats hämmern wie ein Vorschlaghammer, der Bass klingt so als verschlingt ein ausgewachsener Braunbär einen Holzfäller samt Kettensäge und die Soundeffekte lassen vermuten, dass einen Straßenzug weiter gerade die Dreharbeiten für einen neuen Teil von "Terminator" laufen. Da wirkt es fast schon nostalgisch putzig, dass Justice einst meinten, dass selbst der größte Hooligan zwischendurch auch einmal eine Verschnaufpause braucht. An dieser Zusammenstellung aus zwei EPs lässt sich wohl auch die – wenn auch fließende - Evolution von Electro Rock zu Fidget House erkennen: Während die 2008er Tracks noch formgebundener/bodenständiger wirken, ist bei den neueren, allesamt über sechs Minuten langen Krawallorgien wie "Corporate Occult" ein maximales Aufgekratztheitslevel gegeben. "Prevenge" beinhaltet die Musik, bei der man nach nicht allzu langer Zeit durchgeschwitzt den Floor wechseln muss und macht somit Drum’n’Bass und Goa eigentlich schon ernsthafte Konkurrenz.
Huoratron - Prevenge
BEWERTUNG: 4 von 5 last gang (FIN / 04.06.2010) Myspace |